Inspektionsreisen durch die Stilwelt

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Journalisten

Bad news are bad news

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GREETINGS FROM EHEMALIGEN TRAUMBERUF Ich will jetzt gar nicht gross rum lamentieren. Die guten Zeiten sind vorbei. Mein Traumberuf ist ein potentiell ehemaliger. Spätestens nach dem Notverkauf der Anteile, den die Familie Jahr an Bertelsmann  verscherbelt hat, und den Du, mein lieber Rolf, kommentiert hast mit der lakonischen Bemerkung, jetzt bliebe nur noch das „+“ (weil Herr Gruner ja schon vor langer Zeit ausgestiegen ist) und dieser ehemals stolze Verlag genau die Strategie, die ein kleinerer am Nordende der Alster schon vor einigen Jahren eingeschlagen hat, nämlich in den wichtigeren Redaktionen erstmal sicherheitshalber alle Redakteure zu entlassen und durch Tagelöhner (also sogenannte „Freie“) zu ersetzen, spätestens seitdem ist klar, dass mit diesem Berufsbild nicht mehr viel los ist. Wie die nahe Zukunft aussieht, steht in einer der letzten Ausgaben des „Stern“, ehemals „Wundertüte“ (H. Nannen, Verleger) und Mitglied der „linken Kampfpresse“  (H. Kohl, Verwirrter) in eben jenem oben erwähnten Verlagshaus.…

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greetings an den Herrn Architekten

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Lieber Herr Ingenhoven, Sie gehören zu den erfolgreichsten Architekten Deutschlands, vielleicht gerade etwas eingespannt, wegen Ihres ein wenig kontrovers diskutierten Projekts, dass sich unter dem Namen „Stuttgart 21“ einigermaßen unbeliebt gemacht hat. Ist bestimmt auch keine einfache Zeit für Sie, oder? Vielleicht wäre es in solch einer Lebens- und Arbeitssituation besser, keine Interviews zu geben. Oder jedenfalls nicht über so begrenzt interessante Themen wie „Hotel“, die dann notgedrungen von begrenzt originellen Sonntags-Journalisten mit pseudo-interessanten Headlines hochgejazzt werden müssen. „Sieht so das perfekte Hotel aus?“ fragt also etwas unmotiviert die Überschrift. Wie denn? möchte ich vorsichtig gegenfragen, es wird nicht klar. Ist aber auch egal. Und vor allem nicht direkt Ihr Problem, bzw. Ihr Fehler. Die halbwegs journalistisch tätige Dame von (Der) Welt wollte sich bestimmt nur dem alten Bonmot von Karl Kraus bestätigend annähern, ein Journalist dürfe nicht nur keinen Gedanken haben, sondern müsse auch noch unfähig sein, ihn auszudrücken. Aber was…

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