Inspektionsreisen durch die Stilwelt

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Mauer

DDR light

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GF_DDR-Rasthaus1

GREETINGS FROM HERRLESHAUSEN Ist zur Einheit bzw. Nicht-Einheit schon alles gesagt, gedacht, gezeigt? Nicht dieser Fotobeweis, weltexklusiv erstmals hier auf Greetings From in die Debatte geworfen: entgegen aller Pessimisten gibt es ein gedeihliches Miteinander von West- und Ostmentalitäten! Und wie so oft ist es die Ästhetik, die uns für aktuelle Befindlichkeiten die Augen öffnet. Als unerschrockenen Außenreporter melde ich mich zum Tag der deutschen Einheit von der Tankstelle Eisenach Nord. Sieht aus wie eine DDR-Grenzstation? Das ist ja der Witz: In einer Mischung aus Geld-sparen und etwas skurriler Heimatkunde hat man hier an der Autobahn zwischen Hessen und Thüringen die Flutlichtmasten stehengelassen, das XXL-Dach der Passkontrolle mit einer gelb-roten SHELL-Banderole verkleidet und wo früher der leitende Offizier der Grenztruppe sass, ein Panorama-Cafe eingerichtet. Und, ich wollte es erst nicht glauben: es funktioniert – auf soetwas kommt doch kein Kabarettist oder Satire-Autor! Nachdenkliche Grüsse von ROLF

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Zug nach Nirgendwo

von
GF_PotsdammDDRBahnhof4

GREETINGS FROM GEISTERBAHNHOF  Wenn schon falsch, dann richtig! Zu den Skurrilitäten des DDR-Mauerbaus gehörte, daß das Berliner Umland vergessen sollte, daß es sowas wie Westberlin überhaupt gab. In DDR-Atlanten erschien die Gegend zwischen Wannsee und Brandenburger Tor wie eine Art leeres Weideland und Bahnstrecken, die den Grunewald passierten, wurden im weiten Bogen südlich von Berlin umgelegt – nicht nur auf Landkarten. So kam es, daß Potsdam einen neuen Hauptbahnhof weit weg mitten im Wald bekam und wer von Unter-den-Linden zum Sommervorort der Preussenkönige wollte, war länger unterwegs als einst alle Friedrichs mit der Kutsche, trotz russischer Sputnik-Züge via Schönefeld. Schönefeld? Ja, genau das kann jetzt die zweite Zukunft des längst wieder verlassenen Potsdamer Bahnhofs werden – als Expressstation Richtung neuem Flughafen. Der steht ja heute schon in Karten eingezeichnet, obwohl gar nicht da. So wiederholen sich Skurrilitäten. Amüsierte Grüsse von ROLF      

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Luftnummer

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GREETINGS FROM MAUERFALL 25 Jahre ist es her (erst? schon?), dass sich der Eiserne Vorhang in Form der Mauer, genauer eines Grenzübergangs in der Mauer öffnete und an der Bornholmer Straße die ersten Trabbis gen goldenen Westen und Begrüßungsgeld rollten. 25 Jahre Zeit also, sich auszudenken, was man zum 25jährigen Jubiläum veranstalten könnte. Das haben die Berliner natürlich erstmal sicherheitshalber untätig verstreichen lassen. Aber dann haben sich doch noch zwei Herren gefunden, Christoph und Marc Bauder, die den feierwütigen Hauptstädtern eine Art Lichterkette in Form von leuchten Luftballons entlang der ehemaligen Mauer zwischen besagter Bornholmer Brücke und Oberbaumbrücke  präsentierten. Das kann man mögen, mochten bestimmt auch viele der chronisch auf der Fanmeile herumlungernden Berliner und Touristen. Lässt sich ja auch charmant interpretieren: Statt der garstigen unüberwindlichen Mauer, jetzt liebliche Ballons, die dann in den Nachthimmel aufsteigen und sich verflüchtigen. Wie die Mauer seinerzeit. Außer dass die nicht in den Nachthimmel aufgestiegen ist.…

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Verwechslungsgefahr

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GREETINGS FROM SHOPPEN Berlin hat ja so einiges, was zum Beispiel Hamburg nicht hat: eine schnurgerade Straße mitten durch die Stadt und den Tiergarten, die nur die Ältern unter unseren Lesern vielleicht noch als „Straße des 17. Juni“ kennen (und auch noch wissen, was damals los war). Heute heisst sie fast offiziell Fanmeile. Dort versammeln sich nach tagelanger vorheriger Vollsperrung Fans von Weltmeistern, Love Parades und Mauerfällen. Genau, eine ehemalige Mauer hat Berlin natürlich auch, das 25jährige Jubiläum ihrer Öffnung wird heute von vielen Fans gefeiert, dazu bestimmt mehr in einem Folgebeitrag. Und Berlin hat, obwohl ja angeblich eigentlich Hamburg die Einkaufsstadt sein soll, eine neue Shopping-Attraktion. Am Tauentzien (die Straße, die Hannes Wader so einprägsam besungen hat: „Ich stand am Kudamm Ecke Tauentzien, die Taschen voll mit Kokain, Cocaine …“) hat schräg gegenüber vom KaDeWe, dieser vollgestopften Fratze der kapitalistischen Konsum-Doktrin, ein neues (jedenfalls für einen ahnungslosen Hamburger) japanisches…

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Berlin & Berlin

von
SpreeNeu

GREETINGS IM FLUSS Ein Bootsausflug auf der Spree, kurz vor der Oberbaumbrücke. Vor 25 Jahren gehörte das Wasser hier zur DDR und das Kreuzberger Ufer war Westberlin. Keine Sorge, das wird hier kein nostalgisch-dramatischer Mauerfall-Blog, dazu gibts gerade genug spannende Fernsehwiederholungen. Dafür aber ein Hinweis in eigener Sache. Blogger-Freund Jan und ich sind eine andere Berliner Grenzlinie abgelaufen, sie kann vielleicht nicht überall mit der Dramatik der Mauer mithalten, aber sie ist aufregend in einem ganz anderen, positiven Sinn: Das Nebeneinander aus Brachen, Speichern, Hafenanlagen, City-Palais und alten und neuen Schlössern entlang der Spree bietet einen sehr vitalen Querschnitt durch die Stadt und ihre verschiedenen Szenen. Wer uns begleiten will, kann das in der aktuellen Ausgabe 6/2014 von „A&W Architektur & Wohnen“ tun  oder hier auf deren website. Berliner Grüsse sendet ROLF PS: Zuviel Berlin hier im Blog? Das ist noch nichts gegen nächstens Jahr – dann ziehen wir ganz nach Berlin, bzw. genauer: nach Potsdam. Nein,…

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