Inspektionsreisen durch die Stilwelt

Monthly archive

Mai 2015 - page 2

Nah am Paradies

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                   GREETINGS FROM BARCELONA Mich hat es nach vielen Jahren mal wieder in die katalanische Hauptstadt verschlagen. Und ich muss sagen: nach viel zu vielen. Ich weiß gar nicht, warum. Barcelona gehörte eigentlich schon immer zu meinen mindestens Top 5 der internationalen Metropolen, bestimmt den Top 3 der wirklich lebenswerten unter ihnen, aber irgendwie habe ich die Stadt in den letzten Jahren aus den Augen verloren. Jetzt bin ich also mal wieder für ein paar Tage hier und obwohl mir eigentlich alles ziemlich vertraut ist, bin ich überraschenderweise überwältigt. So als würde man sich eines Tages ganz plötzlich in seine große Liebe verlieben. In Barcelona, so kommt mir vor ist eigentlich alles toll (wenn man mal die zu vielen Touristen und die (von mir noch nicht erlebte) Kriminalität außer Acht lässt). Womit fange ich an? Mit dem Essen? Dem Stadtstrand, genauer den zahlreichen…

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Warum nur, warum?

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GREETINGS VOM KITSCH Wahrscheinlich brauchen wir hier bei greetings-from die Rubrik „ohne Worte“. Vor allem, wenn einem wirklich die Worte fehlen. Das Bild oben zeigt die Grabstelle von Udo Jürgens in Wien. Ein übergrosser Flügel, abgedeckt mit einem Tuch, ausgeführt in sechs Tonnen Marmor, geschmückt mit Autogramm-Logo. Was ist da schiefgelaufen? Zumal das Riesenstück mit der Melodramatik einer Musikantenstadl-Kulisse von Udo Jürgens‘-Bruder stammt, Manfred Brockelmann, einem ansonsten ernsten und auch ernstgenommenem Künstler? Trauernde Grüsse sendet ROLF

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Feiner Pinkel(n)

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GREETINGS FROM WC Nochmal München, nochmal Flughafen. Auf einem Herrenklo, ich glaube zwischen den beiden Terminals, gibt es jetzt neue Zielhilfen im Pissoir. Nach aufgedruckten Fliegen und Fußballtoren mit davor baumelnden Bällen, will man jetzt auch auch die bessere Gesellschaft motivieren, genauer zu zielen. Ok, ich gebe zu, kein sonderlich appetitliches Thema, auch das Foto will man nicht unbedingt sehen, nur aus Beweisgründen ist es angehängt. Aber jetzt können sich auch die Golfer nicht mehr rausreden, wenn’s daneben geht. Ein stilisiertes Golfloch mit Fähnchen zeigt wo’s hingehen soll. Dorthin soll man mit feinem Strahl einputten. Jetzt ahne ich auch, woher der Begriff „feiner Pinkel“ kommt. Oder habe ich wieder nur alles falsch verstanden? Genierliche Grüße von Jan  

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Das Kaufhaus des Nordens

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GREETINGS AUS HAMBURG Nach vielen Wochen das erste Mal wieder kurz in Hamburg gewesen. Was auffällt: erstmal nix; alles wie immer; viele Touristen, das Übliche: abends in die Musicals, tagsüber shoppen. Allenfalls scheint mir Hamburg mit Abstand, deutlicher  als von innen gesehen, Kopenhagen sehr verwandt. Und die Baustellen fallen klarer ins Auge – die guten wie die schlechten. Das alte sympathisch kompakte Spiegelhhochhaus an der Ost-West-Strasse ist inzwischen bis auf sein inneres Tragwerk weg. Schade. Dafür sieht der eingerüstete St.Nicolai-Kirchturm jetzt aus, als sei es er kleiner historischer Wolkenkratzer. Der neue Apartmentturm in der Speicherstadt ist verglichen mit der Verkaufsvisualisierung eine Riesenenttäuschung und Zaha Hadids Hafeneinfasung mit den asymmetrischen Treppenstufen kommt pro Monat auch nur 20 Meter weiter, ich fürchte, da werden sich meine Ex G+J-Kollegen eher in Gütersloh oder Norderstedt wiederfinden als nochmal in der Mittagspause auf dem fertigen Elbkantenhochufer. Ein bisschen skurril sieht die Zwischennutzung aus: unten Pritzker-Preis-Architektur, oben hölzerne Wurstbuden für den Hafengeburtstag. Die Elbphilharmonie wirkt dagegen schon so…

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Loblied aufs Land

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          GREETINGS FROM LAND Der Norden – kaum ein Klischee, dem er nicht gerecht wird. Vor allem, wenn es ums Wetter geht: kalt, mindestens kühl, stürmisch, regnerisch. Mit einem Wort unfreundlich. Das führt ja sogar schon dazu, dass Hamburger Blogger nach Potsdam flüchten. Und wenn man an manchen Tagen die Wettervorhersagen vergleicht, möchte man gleich hinterher flüchten. Berlin 26 Grad, Sonne; Hamburg 19 Grad, bedeckt, trotzdem Gewitter (warum bloß?), Kappeln (das liegt an der Küste Höhe Schleswig/Flensburg) 14 Grad, Dauerregen, Gewitter (ich frag nicht weiter warum). Genau zu diesem Zeitpunkt bin ich dort, um ein paar Tage mit meinem Sohn direkt am Ufer der Schlei in dem wunderbarsten Ferienhaus meiner wunderbaren Freundin Monika verbringen zu dürfen. (Ferienhaus ist übrigens eine ziemliche Untertreibung, aber mehr werben brauch ich nicht, ich glaube, es wird nicht weiter vermietet.) Also habe ich Decken, Jacken und dicke Socken eigepackt, noch einmal…

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